image Basaltsäulen image Island im März – Auf der Suche nach dem Polarlicht

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Naturbilder 2015

Hier findest Du Naturbilder wie die Paarung der Blauflügel-Prachtlibellen.

Auch im Jahr 2015 war ich mit vielen Naturfotografie-Projekten beschäftigt. Viele habe ich auf diesem Naturfoto-Blog noch nicht vorgestellt, sei es, weil mir die Zeit dazu gefehlt hat, oder weil ich sie an dieser Stelle nicht umfassend thematisieren möchte, da die Bilder anderswo verwendet werden.

Trotzdem will ich es nicht versäumen, einige Bilder, Reisen und Ereignisse des letzten Jahres die im Zusammenhang zur Natur stehen, kurz vorzustellen. Einige davon werde ich zu gegebenem Zeitpunkt noch umfassender diskutieren.

Botanische Reise in Griechenland im April 2015

Zum zweiten Mal haben meine Frau und ich im April eine Reise zur griechischen Halbinsel Peloponnes unternommen. Mit rund 5750 Pflanzenarten und 1893 Unterarten gehört Griechenland botanisch zu den artenreichsten Regionen Europas. 1278 Arten – also rund ein Fünftel – sind nur gerade in Griechenland zu finden! Ein Hotspot für Pflanzenfreunde!

Unser Hauptaugenmerk haben wir auf die zahlreichen Vertreter der Orchideenfamilie geworfen, ausserdem habe ich besonders Ausschau nach seltenen Schachblumenarten gehalten. Dazu findest Du auf meiner Website einen Bericht den ich im Mai 2015 verfasst habe. Zu dem Schachblumenbeitrag

Natürlich sind auch die ganz gewöhnlichen Vertreter der griechischen Flora von Interesse. Die Rote Kronenanemone beispielsweise verzaubert während ihrer Blütezeit auf dem Peloponnes ganze Landstriche! Bilder und Text über die Kronen-Anemone findest Du im Kronen-Anemonen Artikel:

Gialova-Lagune, Peloponnes

Die Lagune Gialovas ist auch ein Hotspot für Ornithologen

Olivenhain, Griechenland

Wie überall in Griechenland, stösst man auch in Peloponnes immer wieder auf Olivenhaine. Schonend bewirtschaftet, beherbergen sie oftmals interessante Pflanzenarten.

Die winzige Drohnen-Ragwurz ist eine Orchidee, die wir zuvor noch nie finden konnten. Dieses Mal haben wir sie an zwei verschiedenen Standorten im südlichen Peloponnes gefunden.
Ophrys bombyliflora – Drohnen-Ragwurz

Die winzige Drohnen-Ragwurz ist eine Orchidee, die wir zuvor noch nie finden konnten. Dieses Mal haben wir sie an zwei verschiedenen Standorten im südlichen Peloponnes gefunden.

Erodium gruinum

Eine wunderschöne Geranienart, die auch auf der Halbinsel Mani zu finden ist.

Parentucellia latifolia subsp. latifolia

Ganz schön erstaunlich, welche Leuchtkraft der Pink-Gelb-Farbkontrast bei der Blüte dieses ansonsten unscheinbaren Pflänzchens hervorbringt.

Behaarte Schnecken im Krauchthal

Vor etwa 20 Jahren –ich war im Krauchthaler Sandstein auf der Suche nach fossilen Haifischzähnen – hatte ich zu meinem Erstaunen eine kleine Schnecke gefunden, deren Gehäuse mit Haaren überwachsen war. So etwas war mir zuvor noch nie unter die Augen gekommen und so habe ich fortan, wenn ich in diesem Gebiet war, immer wieder nach so einem Tierchen Ausschau gehalten. Vor vier Jahren ist es mir dann gelungen, wieder einige dieser Schnecken zu finden. Im 2015 war ich erneut bei Krauchthal unterwegs und bin zu meiner Freude an derselben Stelle fündig geworden, so dass ich die Schnecke fotografieren konnte.

Wahrscheinlich handelt es sich um die Zottige Haarschnecke (Trochulus villosus) oder um die Seidenhaarschnecke (Trochulus sericeus). Wozu die Haarpracht dieser Schnecken dient, ist umstritten, man geht jedoch in der Regel davon aus, dass sie sowohl eine Schutzfunktion innehat, als auch der besseren Anhaftung auf feuchten Blättern dient.

Schnecke mit Haaren, Krauchthal. Wahrscheinlich die Zottige Haarschnecke oder die Seidenhaarschnecke.
Trochulus villosus

Schnecke mit Haaren, Krauchthal. Wahrscheinlich die Zottige Haarschnecke oder die Seidenhaarschnecke.

Prachtlibellen

Viel Zeit verbrachte ich diesen Sommer mit dem Fotografieren von Prachtlibellen. Die beiden heimischen Arten – die Gebänderte Prachtlibelle und die Blauflügel-Prachtlibelle – sind in den Auengebieten zwischen Bern und Thun anzutreffen. Ich konnte einige Paarungen beobachten und habe das Verhalten dieser interessanten Libellen fotografisch dokumentiert. Mittlerweile habe ich eine umfassende Prachtlibellen-Dokumentation auf meiner Seite veröffentlicht.

Das Paarungsrad: Blauflügel-Prachtlibellen sind nicht nur schön anzuschauen. Es lohnt sich, ihr faszinierendes Verhalten genauer zu studieren.
Blauflügel-Prachtlibellen

Das Paarungsrad: Blauflügel-Prachtlibellen sind nicht nur schön anzuschauen. Es lohnt sich, ihr faszinierendes Verhalten genauer zu studieren.

Schottland im Herbst

Naturbilder entstanden ebenfalls in Schottland wo es uns im Oktober des Jahres erneut hingezogen hat. Auch dieses Mal waren wir vor allem im Nordwesten unterwegs, wo wir in unserem Lieblingscottage in der Region von Achnahaird (Assynt) untergekommen sind. Es fühlt sich hier immer nach Heimkehr an: viel früher sind wir hier schon auf dem spärlich besuchten Campingplatz untergekommen, den es mittlerweile nicht mehr gibt. Immer noch beruhigend und faszinierend: nach wenigen Tagen lebt man hier absolut im Rhythmus der Natur. Die Gezeiten geben den Takt an.

Das Fotografieren war, wie immer in Schottland, ein Spiessrutenlauf. Das launische Wetter erzeugt im Minutenintervall neue Stimmungen – um sie gleich wieder zu verwischen. Wer die Eindrücke in Bildern festhalten will, muss schnell reagieren und sich rasch entscheiden worauf er die Belichtung priorisieren will…

Ein Herbstbild aus den östlichen Highlands
Birken im Hochmoor, Schottland

Ein Herbstbild aus den östlichen Highlands Schottlands

Der Sonnenaufgang bei unserem Cottage setzt den Himmel in Brand.
Sonnenaufgang, Schottland

Der Sonnenaufgang bei unserem Cottage setzt den Himmel in Brand.

Die einmalige Lichtstimmung lässt mich als Naturfotograf am frühen Morgen wie ein Irrer herumrennen…
Einmaliges Licht für Naturfotografen

Die einmalige Lichtstimmung lässt mich als Naturfotograf am frühen Morgen wie ein Irrer herumrennen…

Das Herbstwetter in Schottland ist äusserst wechselhaft. Manchmal zaubert es malerische Stimmungen hervor.
Stimmungsvolle Wolken

Das Herbstwetter in Schottland ist äusserst wechselhaft. Manchmal zaubert es malerische Stimmungen hervor.

Hier haben es die Toten schön…
Friedhof am Traumstrand

Hier haben es die Toten schön…

Im Oktober intensiviert sich die Färbung der schottischen Moorlandschaften noch einmal.
Schottland im Herbst

Im Oktober intensiviert sich die Färbung der schottischen Moorlandschaften noch einmal.

Erwischt man den richtigen Tag, kann man in Schottland mehrmals Täglich auf traumhafte Regenbogen treffen.
Regenbogen in Schottland

Erwischt man den richtigen Tag, kann man in Schottland mehrmals Täglich auf traumhafte Regenbogen treffen.

Last but not least… mit dem neuen Arbeitstierchen unterwegs:

Meine treue Begleiterin der letzten paar Jahre – die Canon EOS 5dII – ist im Dezember 2015 in den Ruhestand getreten und begleitet mich jetzt nur noch als Ersatzkamera auf Reisen. Ihre Nachfolgerin, die EOS 5ds r bietet mir mit 51MP eine mehr als doppelt so hohe Auflösung wie ihre Vorgängerin und füllt meine Speicherkarten in noch kürzerer Zeit…

Die Auflösung ist enorm und erfordert, will ich sie ausreizen, eine angepasste Arbeitstechnik und hochwertige Objektive. Dass ich mein Geld schon immer lieber in hochwertige Optik investiert habe als in Kamerabodys, zahlt sich somit aus.

Ein Erfahrungsbericht für interessierte Canon-Fotografen mit Tipps und Tricks zur Zähmung des Pixelmonsters, wird hier aufgrund der grossen Nachfrage nach solchen Artikeln, zu gegebener Zeit folgen.

Hier noch ein Bild, welches die Möglichkeiten solch hochauflösender Sensoren  eindrücklich zeigt:

Raureifaufnahme mit Canon EOS 5ds r und dem Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM aus der Hand
Raureif, ganzes Bild

Raureifaufnahme mit Canon EOS 5ds r und dem Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM aus der Hand

Der 100% Ausschnitt des Bildes zeigt den Detailreichtum der Schneekristalle. Eindrückliche Opulenz der Bilder der Canon EOS 5ds r!
Raureifkristalle 100% Auflösung EOS 5ds r

Der 100% Ausschnitt zeigt Eindrücklich die Opulenz der 50MP Bilder der Canon EOS 5ds r! Die Eiskristalle sind dank der immensen Auflösung der Bilder im Detail sichtbar.

Über Adrian Hirsbrunner
Adrian Hirsbrunner ist 1970 geboren und interessiert sich seit seiner Kindheit für die Natur. Seit 2009 setzt er sich intensiv mit Naturfotografie auseinander. Seine ersten Schritte in die Naturfotografie machte er mit dokumentarischen Pflanzenbildern. Heute setzt er sich mit verschiedensten Themen rund um die Natur Europas auseinander. In den letzten unberührten Landschaften dieses Kontinents, findet er seine Motive und seine Inspiration.
5 Kommentare
  • Martin Pitsch

    Hallo Adrian,

    soeben habe ich Deinen neuen Beitrag entdeckt. Herrlich, wie immer … und der macht mich nun neugierig! Hierzu werde ich aber, nachdem ich wieder Luft schnappen kann, Dir persönlich eine Mail senden.

    Wieder einmal zeigst Du wunderschöne, natürlich geprägte Landschaftsaufnahmen (mit dem M-P 50 ) und Naturbilder. Wobei letztere eher dokumentarisch eingeordnet werden können, wenngleich auch diese brillant in der Aufnahme sind.

    Hierbei sprechen mich persönlich Deine Landschaftsaufnahmen von Schottland am meisten an. Da mag ich sofort los fahren wollen, um solch herrliche Landschaft in natura erleben und aufnehmen zu können.

    Und zu guter letzt: Herzlichen Glückwunsch zu Deiner neuen Kamera. Ich wünsche Dir viel Freude und stets scharfe – absolut scharfe! – Aufnahmen. Die 100%-Auflösung der Eiskristalle zumindestens wirken sehr überzeugend …
    Ich vermute mal, mit dieser lässt sich nicht mehr mit Belichtungszeiten 1/Brennweite so leicht aus der Hand fotografieren – da wirst Du wohl das doppelte oder vielleicht dreifache an minimaler Belichtungszeit benötigen … oder liege ich da falsch?

    Herzliche Grüße,
    Martin

  • Adrian Hirsbrunner

    Hallo Martin

    Herzlichen Dank für Deinen Kommentar.
    Ja, Schottland ist immer eine Reise wert!

    Mit Deiner Vermutung bezüglich der Belichtungszeiten mit den 50 Megapixeln liegst Du nicht allzu weit daneben. Es kommt halt ganz auf die verwendete Brennweite an. Ich rechne in der Regel ca. x2 wenn’s geht. Du kannst es Dir so vorstellen: Mit einem 20MP APS-C-Sensor hast Du ungefähr die gleiche Pixeldichte und musst dementsprechend etwa um den gleichen Faktor umrechnen.

    Herzliche Grüsse
    Adrian

  • Martin Pitsch

    Hallo Adrian,

    eine kurze Frage noch zu Deinen bodennahen Makroaufnahmen: Verwendest Du für solche Arbeiten ein „Ministativ“, wie es z. B. Berlebach (www.berlebach.de)?

    Vielen Dank und herzl. Grüße,
    Martin

  • Adrian Hirsbrunner

    Hoi Martin

    nein, ich benutze für alle Stativaufnahmen das Manfrotto 055CXPRO4, da kann ich die Mittelsäule kippen. Es ist zwar recht schwer und nervt wenn man lange zu Fuss unterwegs ist, aber ich habe bisher keine andere, überzeugendere Lösung gefunden. Viele Aufnahmen, wie z.B. die Libellen, mache ich aufgrund der Flexibilität aus der Hand. Dann halt mit ISO 800-1600.

    Mit bestem Gruss
    Adrian

  • Martin Pitsch

    Servus Adrian,

    o.k., da muss ich mich noch mehr herantrauen an die höheren ISO-Werte – gerade am hellen Tag. Da ich bei der Landschaftsfotografie viel mit dem Stativ arbeite, setzte ich auf möglichst niedrige ISO-Werte. Gerne nehme ich diesen Hinweis von Dir an und werde es mit meinem 100er Makro-Planar zukünftig mal so ausprobieren, um auf entsprechend kurze Belichtungszeiten zu kommen.

    Beste Grüße auch Dir,
    Martin

    … der gerade sein Distagon 2/25 in München abgeholt hat. :-)

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