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Island im März – Auf der Suche nach dem Polarlicht

Im Winter ist die Chance am grössten, in Island das Polarlicht zu sehen. Wer keines sieht, wird die Reise trotzdem nicht bereuen.

Island im Winter bereisen

Im März 2014 haben wir eine Winterreise nach Island unternommen. Das Polarlicht in der grandiosen isländischen Naturkulisse zu fotografieren ist ein Höhepunkt eines jeden ambitionierten Naturfotografen. Jetzt, wo uns eine Polarlichtreise ins finnische Lappland bevorsteht ist es an der Zeit, die Erinnerungen an die Islandreise noch einmal aufzuwärmen und über unsere Erfahrungen zu berichten. Wenn Du selber im Winter eine Reise nach Island planst, erfährst Du hier was es im Winter in Island zu sehen gibt, wie man das Nordlicht ausfindig macht und fotografiert, welche Ausrüstung Du dabeihaben solltest und wie man Island im Winter bereisen kann.

Südisland im Winter

Da die küstennahen Regionen im Süden Islands reich an Sehenswürdigkeiten sind, und diese durch die Ringstrasse auch verkehrstechnisch gut erschlossen sind, haben wir uns auf unserer Winterreise dazu entschlossen nur den südlichen Teil der Insel zu bereisen.

Soviel vorweg: Wenn Du aufgrund zu geringer Sonnenaktivität kein Polarlicht sehen solltest, lohnt sich die Reise nach Island im Winter trotzdem: Island ist auch im Winterhalbjahr äusserst interessant. Durch die winterliche Ruhe verliert man schnell das Zeitgefühl. Der Winter scheint die Zeit einzufrieren, und man hat den Eindruck, dass sich die Landschaften in der Unendlichkeit verlieren.

Die Ruhe unterhalb des Zentralvulkans Hekla ist im Winter fast gespenstisch. Wir vergessen die Zeit.
Vulkanwüste unterhalb des Hekla

Die Ruhe unterhalb des Zentralvulkans Hekla ist im Winter fast gespenstisch. Wir vergessen die Zeit.

Unsere Reiseziele:

Im Südwesten Islands befindet sich die Halbinsel Reykjanes die sich genau auf der Zone befindet, wo die eurasische und die amerikanische Erdplatte mit einer Geschwindigkeit von 2cm pro Jahr auseinanderdriften. So befinden sich auf Reykjanes mit dem Zentralvulkan Gunnuhver und Svartsengi, Krýsuvík mit dem Zentralvulkan Trölladyngja, manchmal auch Trölladyngja-System genannt, und Brennisteinsfjöll vier aktive Vulkansysteme. Reykjanes gehört somit zu den vulkanisch aktivsten Regionen Islands. Wer Lust auf Baden hat, kann die Bláa Lónið (deutsch Blaue Lagune) besuchen. Der blaue See ist durch ein Gemisch aus Meerwasser und Süsswasser, das zur Energiegewinnung vom nahegelegenen Geothermalkraftwerk Svartsengi aus einer Tiefe von 2000 Metern an die Oberfläche gepumpt wird, entstanden.

Ein Besuch der Blauen Lagune auf Reykjanes, ist besonders im Winter reizvoll.
Blaue Lagune

Ein Besuch der Blauen Lagune auf Reykjanes, ist besonders im Winter reizvoll.

Östlich von Krísuvík befindet sich eine Steilküste mit dem Krísuvíkurbjarg, der einer der bekanntesten Vogelfelsen des Landes ist. Die Basaltfelsen an der Küste sind sehr sehenswert, wenn sie von den imposanten Wellen gepeitscht werden.

Wildromantische Steilküste bei Krísuvík, wo sich auch der berühmte Vogelfelsen Krísuvíkurbjarg befindet.
Steilküste bei Krísuvík

Wildromantische Steilküste bei Krísuvík, wo sich auch der berühmte Vogelfelsen Krísuvíkurbjarg befindet.

Winterstimmung in einem Isländischen Dorf auf der Halbinsel Reykjanes.
Dorf in Island

Winterstimmung in einem Isländischen Dorf auf der Halbinsel Reykjanes.

Eigenwillige Basteleien sind an Isländischen Häusern keine Seltenheit.
Munteres Gebastel auf Isländisch...

Eigenwillige Basteleien sind an Isländischen Häusern keine Seltenheit.

Um die Dächer gegen den Wind zu schützen, wird manchmal zu eigenwilligen Methoden gegriffen.
Eigenwillige Art, ein Dach zu befestigen...

Um die Dächer gegen den Wind zu schützen, wird manchmal zu eigenwilligen Methoden gegriffen.

Auch die Attraktionen des Goldenen Rings (Golden Cyrcle)mit den Sehenswürdigkeiten Thingvellir-Nationalpark, dem Geothermalgebiet Haukadalur und seinen Geysiren und dem mächtigen Wasserfall Gullfoss sind im Winter meistens gut erreichbar. In meinem Artikel über den Golden Cyrcle erfährst Du mehr darüber.

Winterstimmung im Thingvellir-Nationalpark
Grüner Fluss im Thingvellir-Nationalpark

Winterstimmung im Thingvellir-Nationalpark

Auch im Winterhalbjahr ist der Wasserfall Gullfoss problemlos erreichbar.
Gullfoss im Winter

Auch im Winterhalbjahr ist der Wasserfall Gullfoss problemlos erreichbar.

An der Ringstrasse auf der Strecke von Hvolsvöllur nach Vík í Mýrdal, unterhalb desVulkans Eyjafjallajökull, befinden sich mit dem Seljalandsfoss und dem Skógafoss zwei der schönsten Wasserfälle Islands, die auch im Winter erreichbar sind. Der Seljalandsfoss kann theoretisch auf einem Pfad, der hinter dem Wasserfall durchführt auch umrundet werden. Im Winter ist der vereiste Pfad jedoch nur mit äusserster Vorsicht zu begehen. Die beiden Wasserfälle haben im Winterhalbjahr unterschiedliche Gesichter. Ihr Anblick muss sehr reizvoll sein, wenn hier einmal richtig viel Schnee liegt oder nach einer längeren Kälteperiode, wenn sich um die beiden Wasserfälle mehr Eis gebildet hat.

Alles um den Wasserfall Seljalandsfoss ist im Winter mit einer Eispatina überzogen.
Seljalandsfoss im Winter

Alles um den Wasserfall Seljalandsfoss ist im Winter mit einer Eispatina überzogen.

Der Wasserfall Skógafoss im Winter.
Winterlicher Skógafoss

Der Wasserfall Skógafoss im Winter.

Alles rund um den Skógafoss ist von einer Eisschicht überzogen.
Eistroll

Alles rund um den Skógafoss ist mit einer Eisschicht überzogen.

Nachts zeigen sich die ersten Nordlichter. Sie sind visuell nur schwach sichtbar.
Die ersten Nordlichter

Nachts zeigen sich die ersten Nordlichter. Sie sind visuell nur schwach sichtbar.

Die Bucht von Vík í Mýrdal entfaltet im Winter ihre ganze Schönheit. Es ist sehr lohnend sie zu besuchen. Die Strände gehören mit ihren Felsformationen wohl zu den schönsten der ganzen Insel.

In der Bucht von Vík í Mýrdal können wir uns auch im Winter aufwärmen.
Bucht Vík í Mýrdal

In der Bucht von Vík í Mýrdal können wir uns auch im Winter aufwärmen.

Der Skaftafell-Nationalpark und seine Umgebung ist im Winter, sofern die Wetterlage eine Reise zulässt, sicher eines der interessantesten Ziele im Süden Islands. Überall fliessen hier Ausläufer des grössten isländischen Gletschers Vatnajökull als Gletscherzungen bis fast auf Meereshöhe herunter. Der Vatnajökull ist ausserhalb des Polargebiets der grösste Gletscher Europas. Er bedeckt mit seiner Fläche von rund 8.100 km² einige der aktivsten Vulkane Islands, deren Ausbrüche immer wieder zu Gletscherläufen führen können.

Überall Gletscherzungen. Der Skaftafell-Nationalpark.
Gletscher im Skaftafell-Nationalpark

Überall Gletscherzungen. Der Skaftafell-Nationalpark.

Die Gletscherlagune von Jökulsárlón ist Lebensraum zahlreicher Robben. Im Winter sind sie besonders leicht zu beobachten.
Robben in der Gletscherlagune von Jökulsárlón

Die Gletscherlagune von Jökulsárlón ist Lebensraum zahlreicher Robben. Im Winter sind sie besonders leicht zu beobachten.

Auch die malerische Gletscherlagune Jökulsárlón – eine meiner Lieblingsdestinationen in Island – befindet sich hier. Im Winter tummeln sich an den Ufern des grossen Gletschersees zahlreiche Robben auf dem Eis. Eigentlich hätten wir einen längeren Aufenthalt an der Lagune eingeplant, denn mein grösster Wunsch wäre gewesen, den Strand von Jökulsárlón, der jeweils von bizarren Eisschollen übersäht ist, nachts im Nordlicht zu fotografieren. Die Wetterbedingungen waren jedoch so kritisch, dass wir die Lagune nur für wenige Stunden besuchen konnten da die Sturmböen die über den Plateaugletscher peitschten, Unmengen von Schnee aufwirbelten und selbst das Stehen verunmöglichten!

Jökulsárlón strahlt im Winter eine seltsame Ruhe aus.
Jökulsárlón im Winter

Jökulsárlón strahlt im Winter eine seltsame Ruhe aus.

Die Farbenpracht der Eisberge die an den Strand von Jökulsárlón angeschwemmt werden, ist manchmal beinahe unfassbar.
Farbenprächtige Eisberge am Strand von Jökulsárlón

Die Farbenpracht der Eisberge die an den Strand von Jökulsárlón gespült werden, ist manchmal beinahe surreal.

Warten auf das Polarlicht

Leider lässt sich die Polarlichtaktivität längerfristig genauso wenig vorhersagen wie das Wetter. Da wir nicht so flexibel waren, kurzfristig bei guten Bedingungen in das nächste Flugzeug zu steigen und in den Norden zu fliegen, mussten wir uns bei der Planung der Reise auf all die unsicheren Tipps verlassen die im Internet ähnlich herumgeistern, wie es im Idealfall die Polarlichter tun…

Nun ja, das Wetter hat absolut mitgespielt und so haben wir unsere isländische Winterreise in vollen Zügen geniessen können, auch wenn sich die Geister des Nordlichts während unseres Aufenthalts in Island nur zweimal und ausserdem sehr zögerlich zeigten. Der Kp-Index – seine Skala reicht von 0-9 – der die Wirkung kosmischer Strahlung auf das Erdmagnetfeld darstellt, lag während unserer ganzen Reise zwischen 0 und 1, also denkbar ungünstig um Nordlichter zu beobachten. So können wir wohl von Glück sprechen, trotzdem welche gesehen zu haben. Mehr Glück hatten wir übrigens im Herbst 2017 in den Lofoten: Lofoten im Herbst

Beginnen die Polarlichter einmal zu tanzen, vergisst man die klirrende Kälte schnell.
Tanzende Polarlichter

Beginnen die Polarlichter einmal zu tanzen, vergisst man die klirrende Kälte schnell.

Wann sieht man das Polarlicht?

Da Polarlichter meist nur in der Nähe zweier Bänder um die Magnetpol-Regionen zu sehen sind, dem sogenannten Aurora Oval, beschränkt sich deren Beobachtung vor allem auf die dunklen Jahreszeiten. Im sommerlichen Norden sind sie zwar vorhanden, aber man kann sie aufgrund des ständigen Tageslichts nicht sehen.

Aus statistischen Ableitungen geht man davon aus, dass Polarlichter am häufigsten von Ende Oktober bis Mitte Dezember, sowie von Ende Februar bis Anfang April gesichtet werden können. Dies gilt jedoch nicht als gesichert.

Die Häufigkeit der Polarlichtsichtungen ist primär vom Stadium des elf Jahre dauernden Sonnenzyklus abhängig. Ca. alle elf Jahre tritt nämlich die Sonne in ein Aktivitätsmaximum (Solarmax, zuletzt 2013/2014 erreicht), während dem es am häufigsten zu Sonneneruptionen kommt. Aber auch im abfallenden und steigenden Sonnenzyklus können Polarlichter beobachtet werden.

Es ist kein Zufall, dass man beim fotografieren des Polarlichts auch andere Ereignisse wie Meteoriten einfängt.
Polarlichter und Meteorit

Es ist kein Zufall, dass man beim fotografieren des Polarlichts auch andere Ereignisse wie Meteoriten einfängt.

Wo erhalte ich Informationen über die aktuelle Polarlichtaktivität?

Eine gute Adresse ist http://www.spaceweather.com/. Hier sind die Sonnenfleckenentwicklung, der Kp-Index, das Aurora Oval, Sonnenlöcher und vieles mehr auf einen Blick verfügbar. Ausserdem können Bilder von Nordlichtsichtungen aus aller Welt abgerufen werden, welche chronologisch in der Timeline organisiert sind.

Welche Ausrüstung sollte ich auf der Polarlichtjagd dabei haben?

Bekleidung:

Zwar sind die isländischen Winter nicht so kalt wie diejenigen anderer Länder dieser nördlichen Breite, aber auch hier sollte man bedenken, dass die Temperaturen nachts sehr tief sinken können. Ebenso sind starke, eisige Winde in Island an der Tagesordnung, so dass die Wärme dem Körper noch schneller entzogen wird. So werden Thermounterwäsche, zwei verschieden dicke Faserpelze, Daunenjacke plus Windschutzjacke, Mütze, Gesichtsschutz, Skihosen, Schuhe (eventuell mit Thermoeinlagen) und zwei Paar Handschuhe (dünnere für die Arbeit an der Kamera die unter den dickeren Handschuhen getragen werden können), schnell nicht mehr als Luxus empfunden!

Kameraausrüstung:

Da das Nordlicht in steter Bewegung ist und sich auch die Erde gegenüber dem Sternenhimmel dreht, ist es meist erforderlich, die Bilder mit höheren ISO-Einstellungen zu belichten um Unschärfe zu vermeiden. Um dabei das Bildrauschen in Grenzen zu halten ist es vorteilhaft, Kameras mit möglichst grossen Bildsensoren zu verwenden. Sicher sind auch mit APS-C Kameras gute Polarlichtbilder möglich, Kameras mit Vollformatsensoren sind diesen jedoch vorzuziehen.

Objektive erster Wahl sind daher auch lichtstarke Weitwinkelfestbrennweiten die sich manuell idealerweise mit möglichst optimalem Wiederstand fokussieren lassen. Die Scharfstellung erfolgt dabei über die Livebild-Ansicht. Da in der Regel mit widrigen Lichtbedingungen zu rechnen ist, sollte man die Unendlich-Einstellung im Vorfeld ermitteln und markieren. Die Unendlich-Markierungen die auf den Objektiven Herstellerseitig angebracht ist, stimmt nämlich in den seltensten Fällen mit der tatsächlichen Unendlicheinstellung überein!

Ein stabiles Stativ ist für die Polarlichtfotografie unabdingbar. Sollte es Dir gelingen verwackelungsfreie Bilder ohne Stativ zu machen, bist Du entweder eingefroren, oder Du hast das Jahrhundert Polarlicht erwischt und hättest ebenso gut einen Sechser im Lotto haben können. Gratulation!

Das Polarlicht über dem Vulkan Eyjafjallajökull war visuell erst nicht sichtbar. Mit dem Kamerasensor konnte ich es trotzdem detektieren.
Polarlicht über dem Eyjafjallajökull

Das Polarlicht über dem Vulkan Eyjafjallajökull war visuell erst nicht sichtbar. Mit dem Kamerasensor konnte ich es im Vorfeld trotzdem detektieren.

Tipp wie mithilfe der Kamera niedrige Polarlichtaktivität ermitteln werden kann:

Nicht immer ist das Polarlicht auf Anhieb von blossem Auge sichtbar. Auch externe Lichtquellen wie das Licht des Mondes oder der Lichtsmog von Städten können verhindern, dass wir das Polarlicht wahrnehmen. Trotzdem kann es sein, dass eine geringe Polarlichtaktivität vorhanden ist die später intensiver und schliesslich auch visuell sichtbar werden kann. Glücklicherweise sehen unsere Kamerasensoren wesentlich besser als wir. Sie sind auch in der Lage, geringste Lichtmengen diesseits unseres Sehvermögens zu registrieren. Dies sollte man sich auf der Suche nach dem Nordlicht unbedingt zu Nutze machen! Dazu erhöht man die Lichtempfindlichkeit der Kamera auf einen hohen ISO Wert, zum Beispiel auf ISO 6400 und die Blende auf die grösstmögliche Öffnung (geringste Blendenzahl). Jetzt lässt sich das Polarlicht, falls vorhanden, auch während der Fahrt aus dem Auto heraus registrieren. Siehst Du einen grünen Schleier auf dem Bild, ist Polarlichtaktivität vorhanden.

Mehr Ratschläge zum Fotografieren von Polarlichtern findest Du übrigens in meinem Beitrag über das Nordlicht in Finnisch Lappland vom 4.April 2016. Dieses Mal hatten wir wirklich Glück mit den Auroras! Du findest hier auch zahlreiche Polarlichtbilder.

Winterreise Island - Nützliches und Tipps

  • Klima und Wetterbedingungen: Trotz seiner hohen nördlichen Lage (63-66° Nördliche Breite), fallen die winterlichen Durchschnittstemperaturen Islands aufgrund des Golfstroms, mit Tagestemperaturen zwischen 0-3°C und Nachttemperaturen von -5°C- -6°C, verhältnismässig mild aus. Im Süden Islands fällt deshalb im Winter auch vergleichsweise wenig Schnee. Die Klimabedingungen sollten jedoch keinesfalls unterschätzt werden, so sind starke Stürme im Winter in Island an der Tagesordnung. Diese können auch Teile der Ringstrasse für mehrere Stunden bis zu mehreren Tagen unpassierbar machen. Im März 2014 haben wir zwischen Vík und Jökulsárlón selber einen solchen Sturm miterlebt. Die Geschwindigkeit der Windböen war derart hoch, dass eine Weiterfahrt mit dem Auto undenkbar war. Die Sichtweite im Schneegestöber betrug noch wenige Meter. Glücklicherweise ist man sich solche Wetterextreme in Island gewohnt, so dass wir, nachdem der Sturm etwas nachgelassen hatte, die Rückreise hinter einem Patrouillenfahrzeug, das die verirrten Autofahrer aufsammelte, unter die Räder nehmen konnten.
Stürme können in Island kurzer Zeit alles Lahm legen. Die extremen Windböen verunmöglichen eine Weiterfahrt.
Wir sitzen im Sturm fest.

Stürme können in Island in kurzer Zeit alles Lahm legen. Die extremen Windböen verunmöglichen eine Weiterfahrt.

  • Wetterbericht: Auf der Website der Icelandic Meteorological Office http://en.vedur.is/ ist alles Wichtige zu den aktuellen Wetterbedingungen in Island zu entnehmen. Auf der Seite befindet sich auch eine Aurora Vorhersage die sich mit der sich verändernden Wolkendecke vergleichen lässt. Auch über Erdbeben und allfällige Vulkanaktivitäten gibt die Seite Auskunft.
  • Strassen: Im Winter sind nur noch die Ringstrasse und deren Verbindungsstrassen zu bewohnten Gebieten befahrbar. Die Hochlandrouten und die Pisten im Landesinnern sind in dieser Jahreszeit gesperrt. Der Zustand der Ringstrasse ist in der Regel sehr gut.
  • Fortbewegungsmittel: Auto: Die Ringstrasse darf zwar auch im Winter mit normalen Pkw’s befahren werden, ein Geländewagen ist jedoch von Vorteil.
  • Linienbus: Island verfügt über ein relativ gutes Busnetz mit dem sich das Land zu erschwinglichen Preisen bereisen lässt. Der Busverkehr ist allerdings im Winter eingeschränkt, so dass selbst auf der Ringstrasse nicht alle Ziele erreichbar sind.
  • Unterkünfte und Essen: In Island gibt es ein vielseitiges Angebot an Unterkünften, die jedoch nicht immer ganz günstig sind. Nebst den Hotels kann man auch in Jugendherbergen, auf Bauernhöfen und in Gästehäusern unterkommen. Bauernhöfe und Gästehäuser bieten oftmals auch Bed&Breakfast und Nachtessen mit an. Auch im Winter ist es vielerorts ratsam, die Unterkünfte vorzureservieren. Zeltplätze sind im Winterhalbjahr geschlossen.
In Island sind ganze Landstriche durch solche Lavafelder geprägt.
Mit Moos überwachsene Lavafelder

In Island sind ganze Landstriche durch solche Lavafelder geprägt.

Der Eyjafjallajökull im Abendlicht
Abendstimmung in Island

Der Eyjafjallajökull im Abendlicht

Über Adrian Hirsbrunner
Adrian Hirsbrunner ist 1970 geboren und interessiert sich seit seiner Kindheit für die Natur. Seit 2009 setzt er sich intensiv mit Naturfotografie auseinander. Seine ersten Schritte in die Naturfotografie machte er mit dokumentarischen Pflanzenbildern. Heute setzt er sich mit verschiedensten Themen rund um die Natur Europas auseinander. In den letzten unberührten Landschaften dieses Kontinents, findet er seine Motive und seine Inspiration.
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