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Die schönsten Wasserfälle Islands

Wasserfall Island: Der Skógarfoss ist einer der vielen Attraktiven Wasserfälle Islands.

Die erhabenen Wasserfälle von Island

Nirgendwo bin ich derart vielen eindrücklichen Wasserfällen begegnet wie in Island. Die gletscherreiche Insel mit ihren besonderen geologischen und klimatischen Voraussetzungen hat eine Vielzahl einzigartiger Wasserfälle entstehen lassen, die an Schönheit und Vielfalt kaum zu überbieten sind. Sei es der mächtige Dettifoss mit dem grössten Durchfluss Europas, der vielbesuchte Gullfoss mit seinen zwei grossen Stufen, der 60 Meter hohe und 25 Meter breite Skógafoss oder der Svartifoss der von Basaltsäulen umringt ist, überall begegnet der Islandreisende diesen beeindruckenden Naturschönheiten die in eine fantastische Naturkulisse eingebettet sind.

In diesem Artikel stelle ich einige der schönsten Wasserfälle Europas vor. Eingebettet in die einzigartige Natur Islands, gehören sie zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten dieser Vulkaninsel. Komm mit auf die Reise und geniesse eine Naturlandschaft, die sich kein Naturfreund und schon gar kein Naturfotograf entgehen lassen sollte!

Dettifoss - der grösste Wasserfall Europas

Im Sommer beträgt der Wasserdurchfluss des Dettifoss bei 1500 m³/s! Er ist damit der mächtigste Wasserfall Europas.
Europas grösster Wasserfall: Der Dettifoss

Im Sommer beträgt der Wasserdurchfluss des Dettifoss 1500 m³/s! Er ist damit der mächtigste Wasserfall Europas.

Mit einem durchschnittlichen Durchfluss von 193 m³/s ist der Dettifoss noch vor dem Rheinfall der mächtigste Wasserfall Europas. Im Sommer liegt die Wassermenge sogar bei 1500 m³/s, eine unvorstellbar grosse Wassermasse also, die sich auf einer Breite von 100 Metern über eine 45 Meter hohe Wand herabwälzt und dabei 120‘000 Tonnen Geröll und Sand Pro Tag verschiebt. Ein Liter Wasser führt rund 2g Sediment mit sich, so dass der Strom stets eine graubraune Farbe hat.

Donnernder Wasserfall in der Basaltwüste. Der Dettifoss befindet sich in einer kargen und urtümlichen Landschaft.
Dettifoss

Donnernder Wasserfall in der Basaltwüste. Der Dettifoss befindet sich in einer kargen und urtümlichen Landschaft.

Der Gletscherfluss Jökulsá á Fjöllum entspringt am Nordrand des Gletschers Vatnajökull und ist mit 206 Kilometern der zweitlängste Fluss Islands. Etwa 30 Kilometer vor der Mündung in den Arktischen Ozean, mündet der Fluss in die bis über 100 Meter tiefe Schlucht Jökulsárgljúfur. Auf einer Länge von drei Kilometern sind drei Wasserfälle zu bestaunen: Die 10 Meter hohe Stufe des Selfoss, der 45 Meter hohe Dettifoss und der 27 Meter hohe Hafragilsfoss.

Der Wasserstaub des Dettifoss zwingt Fotografen immer wieder dazu, die Linse zu putzen. Bei schönem Wetter sind Naturfotografen von Regenbögen umringt, aber auch in kürzester Zeit durchnässt…

Die Gischt des Dettifoss durchnässt uns in kurzer Zeit.
Regenbogen im Wasserstaub

Die Gischt des Dettifoss durchnässt uns in kurzer Zeit.

Selfoss – der unterschätzte Wasserfall

Die Schönheit des Selfoss Wasserfalls wird wahrscheinlich aufgrund seiner Höhe, und der leichteren Erreichbarkeit des benachbarten Dettifoss, von vielen unterschätzt. Viele der anreisenden Touristen suchen ihn nach dem Besuch des Dettifoss erst gar nicht auf. Zwar stürzt der Selfoss (nur) über eine rund zwölf Meter hohe Klippe, dafür ist die Länge der Strecke, über die der Selfoss in die Tiefe donnert, umso imposanter. Deshalb gehört dieser Wasserfall für mich zu den Top-Sehenswürdigkeiten Islands.

An den Selfoss Wasserfall kommt man ganz nahe heran. Ehrfürchtig auf einem Stein sitzend, staunt man über die unbändige Kraft dieses Giganten.
Selfoss

An den Selfoss Wasserfall kommt man ganz nahe heran. Ehrfürchtig auf einem Stein sitzend, staunt man über die unbändige Kraft dieses Giganten.

Man kann den Selfoss sowohl von der westlichen  –  als auch von der östlichen Seite her erreichen. Im Gegensatz zum Dettifoss empfiehlt es sich unbedingt, den Selfoss auf der Ostseite anzureisen. Hier hat man freie Sicht auf die lange Reihe von Kaskaden, die auf der Westseite niederrauschen.

Das Wasser des Selfoss wälzt sich über eine schier unglaublich lange Strecke über das Basaltgestein herunter.
Der langezogene Fall des Selfoss

Das Wasser des Selfoss wälzt sich über eine schier unglaublich lange Strecke über das Basaltgestein herunter.

Hafragilsfoss – der Dritte im Bund

Der Hafragilsfoss ist mit 27m der zweitgrösste Wasserfall im Flussverlauf der Jökulsá á Fjöllum. Er stürzt etwa zwei Kilometer unterhalb des Dettifoss ins Tal und lässt sich gut von erhöhter Position, auf der Ostseite des Canyons  betrachten. Von hier aus legt der Jökulsá á Fjöllum noch 30km bis zur Mündung in den Arktischen Ozean zurück.

Mit Aussicht in den Canyon, kann man auf den Hafragilsfoss herunterblicken.
Hafragilsfoss

Mit Aussicht in den Canyon, kann man auf den Hafragilsfoss herunterblicken.

Skógafoss - Schönheit des isländischen Südens

Der Skógafoss ist vielleicht der schönste Wasserfall Islands. Seine Fallhöhe beträgt 60 Meter!
Der Skógafoss

Der Skógafoss ist vielleicht der schönste Wasserfall Islands. Seine Fallhöhe beträgt 60 Meter!

Einer der schönsten Wasserfälle Islands ist sicher der Skógafoss. Mit einer Breite von 25 Metern stürzt er beim Ort Skógar, unterhalb des Vulkans Eyjafjallajökull über eine einstmalige Steilküste 60 Meter in die Tiefe. Seine malerische Schönheit und die zugängliche Lage an der Ringstrasse machen ihn zweifellos zum Shootingstar und man wird ihn kaum alleine geniessen können. Das sollte jedoch keinen Naturfotografen davon abhalten, diesen Wasserfall zu besuchen! Dafür ist der Skógafoss einfach zu schön und zu spektakulär!

Ein Aussichtspunkt auf halber Höhe des Wasserfalls Skógafoss
Ausblick auf den Skógafoss

Ein Aussichtspunkt auf halber Höhe des Wasserfalls Skógafoss

Seljalandsfoss - Einen Wasserfall umrunden...

Wer nicht wasserscheu ist, kann den Seljalandsfoss auf einem Pfad, der hinter dem Wasserfall durchführt, umrunden.
Seljalandsfoss mit Fusspfad

Wer nicht wasserscheu ist kann den Seljalandsfoss auf einem Pfad, der hinter dem Wasserfall durchführt, umrunden.

Ganz in der Nähe des Skógafoss, nämlich zwischen Hvolsvöllur und Skógar, liegt ein weiterer spektakulärer Wasserfall , der ebenfalls über die ehemalige Steilküste 66 Meter in die Tiefe stürzt. Es ist dies der Seljalandsfoss, dessen besonderer Reiz darin liegt, dass man ihn auf einem Fusspfad der hinter dem Wasserfall durchführt umrunden kann. Es empfiehlt sich hierbei allerdings einen Regenschutz anzuziehen, will man ein komplettes Durchnässen der Kleidung verhindern. Auch Kameraequipment erfordert, falls nicht spritzwassergeschützt, einen geeigneten Regenschutz. Im Winter ist das Begehen des Weges gefährlich da man sich aufgrund der latenten Eisschicht auf dem Pfad nicht den geringsten Fehler erlauben darf um nicht ins kalte Wasser abzugleiten.

Wo der Seljalandsfoss herunterstürzt, befand sich früher eine Steilküste.
Landschaft um den Seljalandsfoss

Wo der Seljalandsfoss herunterstürzt befand sich früher eine Steilküste.

Von Basaltsäulen umringt - der Svartifoss

Der Svartifoss-Wasserfall fällt inmitten von Basaltsäulen herunter.
Svartifoss-Wasserfall, Island

Der Svartifoss-Wasserfall fällt inmitten von Basaltsäulen herunter.

Der Svartifoss ist ein eher kleiner Wasserfall im Skaftafell-Nationalpark der im Gemeindegebiet von Hornafjörður im Südosten von Island liegt. Das Gebiet des Skaftafell –Nationalparks ist ein hervorragendes Trecking-und-Wandergebiet, das durch die abwechslungsreiche Landschaft und die zahllosen Gletscherzungen die sich beinahe bis auf Meereshöhe herabwinden, bekannt ist. Der Svartifoss fasziniert vor allem deshalb, weil er inmitten orgelgleicher Basaltsäulen herunterstürzt.

Litlanesfoss, der Basaltsäulen-Wasserfall im Osten Islands

Perfekte und vielgestaltige Basaltsäulen umgeben den Litlanesfoss
Litlanesfoss inmitten von Basaltsäulen

Perfekte und vielgestaltige Basaltsäulen umgeben den Litlanesfoss

Im Osten Islands, südwestlich der Stadt Egilsstaðir, liegt ein weiterer Wasserfall der durch ein Labyrinth von Basaltsäulen talwärts stürzt. Die malerischen Basaltsäulen die den Litlanesfoss umgeben, machen ihn erst zur Attraktion. Etwas weiter oben befindet sich mit einer Fallhöhe von 120 Metern der vierthöchste Wasserfall Islands. Es ist dies der Hengifoss, der wie der Litlanesfoss, ebenso durch den Fluss Hengifossá gespeist wird. Im Gegensatz zum Litlanesfoss fällt er aber nicht über Basaltsäulen ins Tal, sondern über rötlich gefärbte, lehmige Sedimentschichten.

Die Schönheit des vierthöchsten Wasserfalls Islands liegt vor allem im leuchtend roten, lehmigen Sedimentgestein begründet.
Hengifoss, Island

Die Schönheit des vierthöchsten Wasserfalls Islands liegt vor allem im leuchtend roten, lehmigen Sedimentgestein begründet.

Ófærufoss – Wasserfall der Feuerschlucht

In der Eldgjá, der sogenannten Feuerschlucht, finden sich die beiden Wasserfälle Ófærufossar, die vom Fluss Norðari-Ófærá gespeist werden. Die Eldgjá liegt im Süden des Hochlandes zwischen Landmannalaugar und Kirkjubæjarklaustur. Die beiden Wasserfälle stürzen über eine Höhe von 40m in die Tiefe. Sie gehören zwar trotz ihrer Fallhöhe nicht zu den absoluten Top-Sehenswürdigkeiten Islands, sind aber dank der interessanten Eldgjá-Schlucht jederzeit einen Besuch wert.

Ófærufoss

Der Ófærufoss liegt mitten in der Eldgjá, der sagenumwobenen Feuerschlucht.

Fagrifoss – auf dem Weg zum Laki-Krater

Ein weiterer schöner Wasserfall findet sich auf dem Weg zur Laki-Spalte an der F206. Der Fagrifoss ist ein Wasserfall des Gletscherflusses Geirlandsá. Auch wenn der Fagrifoss nicht zu den ganz grossen Sehenswürdigkeiten Islands zählt, ist er mit einer Fallhöhe von 80m noch immer sehr eindrücklich – und gesetzt der Fall, man ist mit einem 4WD Fahrzeug unterwegs  –  einen Besuch wert.

Wer sich auf dem Weg zum Laki-Krater befindet, sollte auch den Fagrifoss besuchen.
Fagrifoss

Wer sich auf dem Weg zum Laki-Krater befindet, sollte auch den Fagrifoss besuchen.

Dynjandi oder Fjallfoss - 100 Meter lange Kaskaden

Der 100 Meter lange Dynjandi Wasserfall stürzt in Kaskaden ins Tal.
Kaskaden des Dynjandi oder Fjallfoss

Der 100 Meter lange Dynjandi Wasserfall stürzt in Kaskaden ins Tal.

Im Nordwesten Islands, in den Westfjorden, befindet sich mit dem Dynjandi oder Fjallfoss der grösste Wasserfall dieser Region. Das Wasser stürzt hier aufgefächert über Kaskaden 100 Meter in die Tiefe und ist bis zu 60 Meter breit. Kurz auf den Dynjandi folgen noch weitere fünf kleinere Wasserfälle. Die Gegend um den Dynjandi ist aufgrund ihrer Abgeschiedenheit touristisch noch wenig erschlossen, so dass er weniger stark frequentiert ist als andere Wasserfälle in Island.

Der Dynjandi ist der grösste Wasserfall des Isländischen Nordwestens.
Dynjandi Wasserfall, Nordwestisland

Der Dynjandi ist der grösste Wasserfall des Isländischen Nordwestens.

Goðafoss - donnernder Wasserfall im Nordosten Islands

Goðafoss - Wasserfall in Nordostisland

Er ist zwar nur 10 Meter hoch, führt aber eine grosse Wassermasse: Der Goðafoss-Wasserfall.

Mit einer Breite von 30 Metern und einer Fallhöhe von 12 Metern ist auch der Goðafoss erwähnenswert. Er liegt im Nordosten Islands, etwa auf halber Strecke zwischen Akurejri und dem Myvatn. Aufgrund der grossen Wassermassen wirkt der Goðafoss spektakulärer als man anlässlich seiner eher geringen Fallhöhe vermuten könnte.

Kirkjufellsfoss – klein aber beliebt

Im Norden der Halbinsel Snæfelsness liegt der kleine Wasserfall Kirkjufellsfoss. Er gehört im Vergleich zu anderen Wasserfällen Islands definitiv zu den Zwergen. Was ihn ausmacht, ist die Kulisse des markant geformten Hügels Kirkjufell im Hintergrund. Der Kirkjufellsfoss gehört zu den beliebtesten Fotomotiven Islands. Daher ist er touristisch total überfrequentiert. Wer ihn nicht mit Chinesen, Japanern, Koreanern, Europäern, Amerikanern und anderen Weltbürgern dekoriert fotografieren möchte, muss schon die richtige Zeit erwischen und Nerven wie Drahtseile mitbringen… Fazit: Wer in der touristischen Hochtsaison auf Snæfelsness unterwegs ist, verpasst nicht viel, wenn er den Kirkjufellsfoss links liegen lässt und sich auf andere landschaftliche Schönheiten der Halbinsel konzentriert.

Der beliebte Wasserfall Kirkjufellsfoss, den man selten für sich alleine hat.
Kirkjufellsfoss

Der beliebte Wasserfall Kirkjufellsfoss, den man selten für sich alleine hat.

Gullfoss, Liebling der Reykjavik Touristen

Gullfoss mit Regenbogen

Island-Kurzaufenthalter werden es nicht versäumen den schönen Gullfoss zu besuchen.

Nicht zu vergessen ist natürlich der Gullfoss, den ich in meinem Artikel über den Golden Cyrcle, zu dem Du über diesen Link gelangst, bereits beschrieben habe und deshalb hier nicht weiter erläutere.

Über Adrian Hirsbrunner
Adrian Hirsbrunner ist 1970 geboren und interessiert sich seit seiner Kindheit für die Natur. Seit 2009 setzt er sich intensiv mit Naturfotografie auseinander. Seine ersten Schritte in die Naturfotografie machte er mit dokumentarischen Pflanzenbildern. Heute setzt er sich mit verschiedensten Themen rund um die Natur Europas auseinander. In den letzten unberührten Landschaften dieses Kontinents, findet er seine Motive und seine Inspiration.
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2 Kommentare
  • Martin

    Hallo Adrian,

    gerne begebe ich mich auf Deine bebilderte Reise zu den Wasserfällen Islands. Es sind wieder herrliche Aufnahmen die Du zeigst. Sie wirken äußerst natürlich, ohne Verzerrungen, mit einer guten Tiefenwirkung. Die Farben sind prächtig.

    So schaue ich immer wieder gerne auf Deinen Blogseiten vorbei und verliere mich in den Natur- und Landschaftsfotografien.

    Herzliche Grüße,
    Martin

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