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5-Seen-Wanderung Pizol

Auf der 5-Seen-Wanderung bietet einen eindrücklichen Einblick in die Bergwelt des Pizols. Mit ihren bunten Seen, gehört sie zu den schönsten Wanderungen der Schweiz.

5-Seen-Wanderung - Traumhafte Landschaft am Pizol

Die 5-Seen-Wanderung ist eine kurze und bemerkenswert abwechslungsreiche Bergwanderung, welche mit einer Vogelperspektive auf die Bündner, Österreicher und Ostschweizer Alpen aufwartet. Höhepunkt der Wanderung sind der türkisblaue Wildsee und der milchig blaue Schottensee. Weiter geht’s zum Schwarzsee und als krönender Abschluss – zum turmalingrünen Baschalvasee.

Informationen zur 5-Seen-Wanderung:

  • Anreise: Talstation Wangs Gondel – und Sesselbahn
  • Ausgangsort: Pizolhütte – Sesselbahnstation
  • Zielort: Alp Gaffia – Sesselbahnstation
  • Wanderzeit: 4-5 Stunden
  • Distanz: 10km
  • Höhenunterschied: Aufstieg: 610m, Abstieg 970m
  • Anforderung: Bergwanderung, T2. Erfordert gute Bergausrüstung und ein gewisses Mass an Kondition und Trittsicherheit.

5-Seen-Wanderung - Wegbeschreibung und Bilder

„5-Seen-Wanderung, das klingt doch gut!“, sage ich zu meiner Frau, als sie mir diesen Wandervorschlag macht. Wir sind gerade ein verlängertes Wochenende auf Besuch in Bad Ragaz und brauchen am Montag noch etwas Bewegung. Viel Zeit haben wir nicht und so sind die vier Stunden Gehzeit perfekt!

Ehrlich gesagt, kenne ich die Ostschweizer Alpen als Berner nicht besonders gut und so freue ich mich darauf, etwas Neues vor die Augen zu bekommen.

Gesagt – getan: Am Morgen brechen wir zur Talstation nach Wangs auf und nach einer Stunde Gondel – und Sesselbahnfahrt, stehen wir neben der Pizolhütte.

Aufstieg zum Wildsee

Von hier aus beginnt bereits ein rund einstündiger Aufstieg, der uns zur Wildseelücke bringen wird. Bei prächtigem Herbstwetter, komme ich mit meiner schwergewichtigen Fotoausrüstung schnell ins Schwitzen. Die goldenen Grashänge und ein Blick zurück, ins U-förmige Tal mit Sicht auf den markanten Girenspitz, sind eine gute Entschädigung für die vergossenen Schweissperlen.

Aufstieg mit Aussicht auf das herbstlich gefärbte Tal.
Aufstieg mit Blick zum Girenspitz

Pizoler Bergwelt im Herbstgewand

Nach einem weiteren scharfen Anstieg erreichen wir schliesslich die Wildseelücke, wo uns der Ausblick auf den Wildsee, die Lactinahörner und den Pizolgipfel den Atem verschlägt!

Die Farben sind im Herbst bezaubernd! Eingerahmt von grauen Felsen, kupferfarbener Vegetation, weissen Schneeresten und Gletscher, leuchtet der vom Schatten und der Sonne zweigeteilte See wie ein Edelstein: Die sonnenbeschienene Seite; –  in prominentem, milchigem Türkis, die im Schatten der Bergspitzen liegende Seite; – Kobaltblau. Das ist zweifelsohne der Höhepunkt der 5-Seen-Wanderung!

Der Wildsee ist eine der grössten Attraktionen der 5-Seen-Wanderung. Traversiert man die Wildseelücke, ist man fast überfordert von der Farbenpracht.
Wildsee - Warzeichen der 5-Seen-Wanderung

Der Wildsee ist eine der grössten Attraktionen der 5-Seen-Wanderung. Traversiert man die Wildseelücke, ist man fast überfordert von der Farbenpracht.

Der Pizolgletscher ist leider, wie so viele andere Alpengletscher inzwischen auch, nur noch ein Schatten seiner selbst. Die warmen Sommer und Winter der letzten Jahre haben ihm jäh zugesetzt.

Abstieg zum Schottensee

Nachdem wir uns an der wunderbaren Szenerie sattgesehen haben, setzen wir unsere Wanderung fort. In der Tiefe erblicken wir schon bald den ebenso farbigen Schottensee. Wie ein blaues Auge sticht er aus der rostigen Herbstlandschaft hervor. Im Hintergrund entdecken wir die Zacken der Churfirsten. Ich geniesse den Abstieg und muss immer mal wieder eine Fotopause einlegen.

Mit dem Schottensee erblicken wir bald den nächsten Edelstein der 5-Seen-Wanderung.
Ausblick auf den Schottensee

Mit dem Schottensee erblicken wir bald den nächsten Edelstein der 5-Seen-Wanderung.

Am Ufer des Schottensees legen wir erneut eine kleine Pause ein, um die Landschaft in uns aufzusaugen.

Am Ufer des Schottensees studieren wir die milchigen Farben des Bergsees.
Schottensee

Am Ufer des Schottensees studieren wir die milchigen Farben des Bergsees.

Zum Schwarzsee

Wir setzen die Wanderung, auf dem jetzt wieder ansteigenden Weg, nun etwas zügiger fort. Mittlerweile ist schon sehr viel Betrieb auf der Strecke. Es ist Montag und ich kann mir gut vorstellen, dass die Touristenströme hier an den Wochenenden unerträglich sind…

In grossen Kehren führt der Weg nun etwas steiler ansteigend, bis zur Schwarzplangg hoch. Hier öffnet sich der Weitblick erneut in alle Richtungen. Unter uns liegt ein weiterer See der 5-Seen-Wanderung: Der Schwarzsee, mit den Schwarzseehörnern im Hintergrund. Wir suchen eine exponierte Stelle auf dem Schwarzplangggrat und verschlingen unsere Brötchen. Anschliessend steigen wir zum See herunter und folgen dem Weg bis zum letzten Aufstieg der Wanderung.

Im Hintergrund des flaschengrünen Schwarzsees erblicken wir die Schwarzseehörner.
Schwarzsee

Im Hintergrund des flaschengrünen Schwarzsees erblicken wir die Schwarzseehörner.

Aussicht vom Schwarzsee Richtung Churfirsten.
Churfirsten

Aussicht vom Schwarzsee Richtung Churfirsten.

Der Baschalvasee

Noch rund 100 Höhenmeter gibt es hier zu bewältigen. Dann erreichen wir den Rossstall, den höchsten Punkt auf der Baseggla. Hier wurden fleissig Steinmännchen geschichtet und die Panoramasicht ist auf alle Seiten gewaltig. Der Weg führt nun sanft absteigend, über den Rücken der Baseggla, zum Fuss des Gamidaurspitz herunter. Wir fühlen uns frei und beschwingt in dieser offenen Landschaft!

Schon bald erblicken wir zu unserer rechten Seite, von der nun jäh abfallenden Klippe der Baseggla aus, den turmalingrünen Baschalvasee. Ein weiterer Hotspot der 5-Seen-Wanderung, der einen Halt einfordert.

Ausblick von der Baseggla auf den Baschalvasee
Baschalvasee

Ausblick von der Baseggla auf den Baschalvasee

Am Gamidaurspitz halten wir rechts und steigen nach kurzer Zeit zum See herunter. Wer möchte, kann hier übrigens auch eine Variante einschlagen, welche erst über den Gamidaurspitz führt.

Am Baschalvasee gönnen wir uns noch einmal eine kurze Fotografenpause, bevor wir den Abstieg zur Alp Gaffia unter die Füsse nehmen.

Fazit:

  • Sehr abwechslungsreiche Bergwanderung für relativ wenig Anstrengung.
  • Top Aussicht
  • Wunderschöne Bergseen in attraktiver Bergkulisse.

  • An manchen Tagen überbesucht.

Über Adrian Hirsbrunner
Adrian Hirsbrunner ist 1970 geboren und interessiert sich seit seiner Kindheit für die Natur. Seit 2009 setzt er sich intensiv mit Naturfotografie auseinander. Seine ersten Schritte in die Naturfotografie machte er mit dokumentarischen Pflanzenbildern. Heute setzt er sich mit verschiedensten Themen rund um die Natur Europas auseinander. In den letzten unberührten Landschaften dieses Kontinents, findet er seine Motive und seine Inspiration.
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